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Bewegung

„Es gibt nichts zu erkennen, nur etwas zu erleben.“
Dr. Mohr (1875 – 1965)

Eines der wesentlichsten Merkmale des Lebens ist Bewegung. Kinder lernen das in der ersten Stunde des Biologieunterrichts und haben es doch schon tausendfach selbst erlebt vom ersten Luftholen an in jeder Sekunde ihres Lebens. Vieles läuft unbewusst ab, aber immer dann, wenn uns Bewegung bewusst wird, bringt sie uns voran, entwickeln wir uns weiter – leben wir bewusst.

Bewegung als Medizin

Regelmäßige Bewegung hält uns fit und jung, macht schön und dazu auch noch Spaß. Für viele Menschen ist schon das Motivation genug. Wissenschaftler und Ärzte wollen es genauer wissen und haben erforscht, wie Bewegung unsere körperliche Gesundheit beeinflusst. Eine besonders positive Wirkung hat Bewegung im Zusammenspiel mit einer gesunden Ernährung auf unser Herz-Kreislauf-System, weil sie den Risiken wie Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte oder Diabetes entgegenwirkt. Aber nicht nur auf unseren Stoffwechsel, auch auf unseren Geist hat Bewegung einen entscheidenden Einfluss. Nach aktiver Bewegung fühlen wir uns wieder frisch und geistig leistungsfähig. Nachgewiesen ist, dass bei sportlicher Aktivität die Gehirnsubstanz an Gewicht zunimmt und Verbindungen zwischen Nervenzellen neu geknüpft werden.

Über die präventive Wirkung hinaus ist Bewegung eine der natürlichsten und effektivsten Heilmethoden. So wie sie Krankheiten vorbeugt, kann sie auch deren Beschwerden lindern und ein weiteres Fortschreiten verhindern. Und das völlig nebenwirkungsfrei, von einem anfänglichen Muskelkater vielleicht abgesehen. Mediziner verordnen heute ein aktives Trainingsprogramm nicht nur bei Übergewicht, sondern auch bei koronaren Herzerkrankungen oder nach Herzinfarkten, da der Blutfluss durch Bewegung deutlich verbessert wird. Patienten mit Problemen im Gelenkbereich, wie Arthrose, helfen muskelkräftigende Übungen, und selbst bei psychischen Problemen, wie Depressionen, gehört körperliche Bewegung inzwischen zu den anerkannten Therapiemaßnahmen. Immer wirkt sich körperliche Aktivität dabei nicht nur auf einen bestimmten Bereich aus, sondern ganzheitlich auf den gesamten Menschen.

Ruhe

So wie die Natur im Wechsel der Jahreszeiten erblüht, Früchte trägt und vergeht, um wieder Kraft zu schöpfen, so braucht auch der Mensch einen Rhythmus aus Aktivität und Ruhe. Nach einer Phase körperlicher oder geistiger Anstrengung sollte eine Zeit der Entspannung und Ruhe folgen. Dazu gehört auch ein regelmäßiger, ausreichend langer und erholsamer Schlaf. Je nach Alter können die Dauer und Anzahl der Ruhephasen ganz unterschiedlich sein: Während ältere Menschen in der Regel nicht mehr so viel Schlaf benötigen, dafür aber längere Regenerationsphasen nach Belastung, sind junge Menschen nach einer aktiven Phase schnell wieder fit, benötigen aber einen längeren nächtlichen Schlaf.